Wichtiger Hinweis vorab: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und Orientierung. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die genannten EFSA Health Claims beziehen sich auf die Erhaltung normaler Körperfunktionen und sind keine Heilversprechen. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.
Wir Frauen greifen im Alltag ganz selbstverständlich zu Nahrungsergänzungsmitteln und wollen unserem Körper etwas Gutes tun. Aber wusstest du, dass die meisten von uns ihr Omega 3 falsch einnehmen? Hier erfährst du, wann der beste Zeitpunkt ist, wie du die Aufnahme deutlich verbesserst und worauf du bei der Qualität unbedingt achten solltest.
Kurzantwort: Der beste Zeitpunkt für die Einnahme von Omega 3 ist unabhängig von der Tageszeit. Entscheidend ist, dass du dein Omega 3 zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit einnimmst. Ohne Nahrungsfett im Magen kann dein Körper die wertvollen Fettsäuren kaum aufnehmen und ein großer Teil geht ungenutzt verloren.
Omega 3 auf einen Blick: Das Wichtigste zur Einnahme
| Frage | Kurze Antwort |
|---|---|
| Wann einnehmen? | Zu einer fetthaltigen Mahlzeit, die Tageszeit ist egal |
| Morgens oder abends? | Beides möglich, entscheidend ist das Fett in der Mahlzeit |
| Wie viel pro Tag? | Mindestens 250 mg EPA und DHA kombiniert (EFSA Basisempfehlung) |
| Auf nüchternen Magen? | Nein, die Aufnahme ist dann deutlich schlechter |
| Womit kombinieren? | Ideal mit Vitamin D, K2 und einer fetthaltigen Mahlzeit |
| Wie lange bis zur Wirkung? | Erste Veränderungen nach ca. 4 bis 12 Wochen regelmäßiger Einnahme |
| Fischöl oder Algenöl? | Algenöl ist die pflanzliche Primärquelle, nachhaltig und gut verträglich |
Was sind Omega 3 Fettsäuren und warum braucht dein Körper sie?
Omega 3 Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann. Wir müssen sie über die Ernährung oder über Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen. Es gibt drei wichtige Formen. Die pflanzliche Alpha Linolensäure (ALA) aus Leinöl, Walnüssen oder Chiasamen, und die beiden langkettigen Formen EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), die vor allem in fettem Fisch und Algenöl vorkommen.
Der entscheidende Punkt. Unser Körper kann die pflanzliche ALA nur in sehr geringen Mengen in EPA und DHA umwandeln. Die Umwandlungsrate liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Deshalb empfehlen Ernährungsgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), EPA und DHA möglichst direkt über die Nahrung oder über Supplemente zuzuführen.
Ein guter Anhaltspunkt für die eigene Versorgung ist der sogenannte Omega 3 Index. Er misst den Anteil von EPA und DHA in den roten Blutkörperchen. Werte zwischen 8 und 11 Prozent gelten als optimal. In Deutschland liegt der Durchschnitt oft deutlich darunter, denn etwa 16 Prozent der Bevölkerung essen überhaupt keinen Fisch.
Die 5 häufigsten Fehler bei der Omega 3 Einnahme
Ich habe lange Zeit selbst einige dieser Fehler gemacht, bevor ich mich intensiver mit dem Thema beschäftigt habe. Und aus den tausenden Nachrichten in unserer Community weiß ich, die meisten von uns tappen in genau dieselben Fallen.
Fehler 1: Einnahme auf nüchternen Magen. Das ist der häufigste Fehler überhaupt. Einfach morgens mit einem Glas Wasser schlucken bringt erstaunlich wenig. Ohne Nahrungsfett im Magen werden die Verdauungsenzyme und Gallensäuren, die dein Körper für die Aufnahme braucht, kaum aktiv. Ein großer Teil des wertvollen Öls verlässt den Körper ungenutzt.
Fehler 2: Nur auf die Gesamtmenge Fischöl schauen. Eine „1.000 mg Fischöl Kapsel“ klingt nach viel, enthält aber oft nur 300 mg EPA und DHA zusammen. Genau diese beiden Fettsäuren sind aber die entscheidenden Wirkstoffe. Lies immer die Rückseite und achte auf die tatsächliche Menge an EPA und DHA pro Kapsel.
Fehler 3: Billigprodukte mit schlechter Ölqualität. Omega 3 Fettsäuren sind empfindlich gegenüber Sauerstoff, Licht und Wärme. Wenn das Öl in der Kapsel bereits oxidiert (ranzig) ist, kann die Qualität beeinträchtigen und die gewünschte Wirkung reduzieren. Fischiges Aufstoßen nach der Einnahme ist fast immer ein Zeichen für ein minderwertiges, oxidiertes Öl.
Fehler 4: Keine Gedanken über die chemische Form. Omega 3 gibt es als natürliche Triglyceride (TG) oder als synthetische Ethylester (EE). Die natürliche Triglycerid Form kann dein Körper deutlich effizienter aufnehmen. Achte beim Kauf auf die Angabe „Triglycerid Form“ oder „rTG“ auf der Verpackung.
Fehler 5: Ungeduld und Abbruch nach zwei Wochen. Omega 3 Fettsäuren werden nach und nach in die Zellmembranen eingebaut. Das ist kein Sprint, sondern ein Prozess über Wochen. Wer nach einer Woche nichts spürt und aufhört, verpasst den eigentlichen Effekt.
Omega 3 wann einnehmen: Der beste Zeitpunkt für deinen Alltag
Oft werde ich gefragt, ob morgens oder abends die bessere Wahl ist. Die wissenschaftliche Antwort ist klar. Die Tageszeit spielt keine Rolle. Es gibt keine Evidenz dafür, dass eine morgendliche Einnahme besser wirkt als eine abendliche.
Was dagegen einen entscheidenden Unterschied für die Aufnahme macht, ist die Begleitmahlzeit. Omega 3 Fettsäuren sind stark fettlöslich. Um sie im Darm aufnehmen zu können, braucht dein Körper Gallensäuren und fettspaltende Enzyme (Pankreaslipasen). Beide werden erst dann aktiv ausgeschüttet, wenn Nahrungsfett im Magen ankommt.
Die wichtigste Regel lautet also, nimm dein Omega 3 immer zu oder direkt nach einer Mahlzeit ein, die etwas Fett enthält. Das muss kein üppiges Essen sein. Ein Joghurt, ein Avocadobrot, ein Stück Käse oder ein Salat mit Olivenöl reichen bereits aus.
Wähle einfach die Mahlzeit, bei der du am zuverlässigsten an die Einnahme denkst. Bei mir ist es das Frühstück, weil ich da sowieso meine kleine Selfcare Routine habe. Aber ob das dein Mittagessen oder Abendessen ist, macht keinen Unterschied.
Wie lange dauert es, bis Omega 3 wirkt?
Diese Frage höre ich in unserer Community ständig. Viele Frauen sind enttäuscht, wenn sich nach einer Woche noch nichts verändert hat. Aber die Biologie braucht hier einfach ihre Zeit.
Omega 3 Fettsäuren werden nach und nach in die Zellmembranen eingebaut. Als grobe Orientierung berichten viele Menschen von ersten spürbaren Veränderungen nach etwa 4 bis 12 Wochen regelmäßiger Einnahme. Der Omega 3 Index im Blut braucht ungefähr 8 bis 12 Wochen, um sich messbar zu verändern.
Wenn du nach 3 Monaten konsequenter Einnahme in der empfohlenen Dosierung keine Veränderung bemerkst, kann ein Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt sinnvoll sein. Auch ein Omega 3 Index Test über das Blut gibt dir objektive Klarheit über deine tatsächliche Versorgung.
Omega 3 Dosierung: Wie viel brauchst du wirklich pro Tag?
Die Dosierung hängt von deinem individuellen Ziel und deiner aktuellen Versorgung ab. Hier sind die wichtigsten Orientierungswerte, die auf offiziellen Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) basieren:
| Ziel | Empfohlene Tagesdosis EPA + DHA | Quelle |
|---|---|---|
| Grundversorgung Herz, Gehirn, Sehkraft | 250 mg | EFSA Health Claim |
| Allgemeine Gesundheitsvorsorge | 250 bis 1.000 mg | DGE und Fachgesellschaften |
| Schwangerschaft und Stillzeit | 250 mg + zusätzlich 200 mg DHA | EFSA |
| Aufrechterhaltung normaler Triglyceridwerte | 2 g | EFSA Health Claim |
| Aufrechterhaltung normaler Blutdruckwerte | 3 g | EFSA Health Claim |
Die gesetzliche Obergrenze liegt bei 5 g EPA und DHA pro Tag. Diese Grenze solltest du ohne ärztliche Begleitung nicht überschreiten. Mehr dazu im Abschnitt zu Sicherheitshinweisen weiter unten.
Was bringt Omega 3? Welche Wirkung ist wissenschaftlich belegt?
Um Omega 3 ranken sich viele Versprechen. Nicht alle davon halten einer wissenschaftlichen Prüfung stand. In der Europäischen Union regelt die Health Claims Verordnung sehr genau, welche Aussagen über Nahrungsergänzungsmittel erlaubt sind. Die EFSA hat folgende Wirkungen offiziell bestätigt:
| Zugelassene Aussage (EFSA Health Claim) | Erforderliche Tagesdosis |
|---|---|
| EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei | 250 mg EPA + DHA |
| DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei | 250 mg DHA |
| DHA trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei | 250 mg DHA |
| DHA und EPA tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei | 3 g EPA + DHA |
| DHA und EPA tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Triglyceridspiegels bei | 2 g EPA + DHA |
Wichtig: Diese Aussagen beziehen sich auf die Erhaltung normaler Funktionen, nicht auf die Behandlung von Krankheiten. Omega 3 Nahrungsergänzungsmittel sind rechtlich gesehen Lebensmittel und keine Medikamente.
Fischöl oder Algenöl: Welche Omega 3 Quelle passt zu dir?
Ein weit verbreiteter Irrtum, Fische produzieren Omega 3 selbst. Tatsächlich nehmen Fische ihre Omega 3 Fettsäuren über die Nahrungskette auf, die bei winzigen Meeresalgen (Phytoplankton) beginnt. Algen sind die eigentlichen Produzenten von EPA und DHA.
Genau hier setzt modernes Algenöl an. Es wird aus Mikroalgen gewonnen, die in geschlossenen Fermentern an Land kultiviert werden. Algenöl ist in der EU als sogenanntes Novel Food zugelassen und auf Sicherheit geprüft.
Reinheit: Da die Algen in geschlossenen Systemen wachsen, ist Algenöl in der Regel deutlich geringer mit Schwermetallen, Mikroplastik und Dioxinen belastet, die sich in Fischen über die Nahrungskette anreichern können.
Nachhaltigkeit: Keine Überfischung der Meere. Die Produktion in geschlossenen Anlagen schont marine Ökosysteme.
Bioverfügbarkeit: Hochwertiges Algenöl liefert EPA und DHA in Konzentrationen, die mit Fischöl vergleichbar oder höher sein können.
Verträglichkeit: Kein fischiges Aufstoßen, das viele Menschen von Fischölkapseln kennen.
Ob du dich für Fischöl oder Algenöl entscheidest, ist letztlich eine persönliche Wahl. Beide können eine gute Versorgung sicherstellen, wenn die Qualitätskriterien stimmen. Ich habe mich persönlich für eine vegane Variante entschieden, weil mir Nachhaltigkeit und Reinheit wichtig sind.
Worauf du beim Kauf von Omega 3 achten solltest
Der Markt für Omega 3 Nahrungsergänzungsmittel ist riesig und die Qualitätsunterschiede sind enorm. Drei Kriterien helfen dir, ein gutes Produkt zu erkennen:
1. Der TOTOX Wert (Frische des Öls)
Der TOTOX Wert (Total Oxidation Value) misst, wie stark das Öl bereits oxidiert ist. Er sollte laut internationalem Standard (GOED) unter 26 liegen. Hochwertige Premiumprodukte erreichen Werte unter 10. Ein transparenter Hersteller weist diesen Wert offen aus. Wenn er fehlt, ist das kein gutes Zeichen.
2. Die chemische Form: Triglyceride bevorzugen
Triglyceride (TG) oder re-veresterte Triglyceride (rTG) sind die natürliche Form, in der Omega 3 in Fisch und Algen vorkommt. Dein Körper kann diese Form effizienter aufnehmen als synthetische Ethylester (EE). Achte auf die Angabe „Triglycerid Form“ auf der Verpackung.
3. Transparente Angabe von EPA und DHA
Seriöse Hersteller geben die tatsächliche Menge an EPA und DHA pro Kapsel an, nicht nur die Gesamtmenge an Fischöl oder Algenöl. Nur so kannst du deine Dosierung wirklich kontrollieren.
Omega 3 Lebensmittel: Die besten natürlichen Quellen im Überblick
Neben Nahrungsergänzungsmitteln kannst du deine Omega 3 Versorgung auch über die Ernährung verbessern. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn du Wert auf eine ganzheitliche Ernährung legst. Hier sind die wichtigsten Quellen:
| Quelle | Enthält vor allem | Besonderheit |
|---|---|---|
| Lachs, Makrele, Hering, Sardinen | EPA + DHA | Direkt verwertbar, 2 Portionen pro Woche empfohlen (DGE) |
| Leinöl, Leinsamen | ALA (pflanzlich) | Gute Ergänzung, aber geringe Umwandlung in EPA/DHA |
| Walnüsse | ALA (pflanzlich) | Praktischer Snack mit Omega 3 Gehalt |
| Chiasamen | ALA (pflanzlich) | Hoher ALA Gehalt pro Portion |
| Algenöl (Supplement) | EPA + DHA | Pflanzliche Direktquelle, in der EU als Novel Food zugelassen |
| Rapsöl | ALA (pflanzlich) | Gutes Alltagsöl mit moderatem Omega 3 Anteil |
Die pflanzlichen Quellen liefern ALA, das dein Körper nur zu einem sehr kleinen Teil in EPA und DHA umwandeln kann. Wenn du wenig oder keinen Fisch isst, kann ein hochwertiges Algenöl Supplement sinnvoll sein. Wenn du dich für weitere pflanzliche Wohlfühl Routinen interessierst, findest du in unserem Artikel über Safranwasser als Abendritual weitere alltagsnahe Tipps.
Mein persönlicher Tipp: So sieht meine Omega 3 Routine aus
Auf unserem Instagram-Kanal haben wir ein Reel zu den fünf wichtigsten Omega-3-Tipps geteilt. Die Kurzversion, ich achte auf Qualität statt Quantität, nehme mein Omega 3 immer zum Frühstück zusammen mit etwas Fett und kombiniere es mit Vitamin D und K2. Die Fette aus der Kapsel werden häufig gemeinsam eingenommen, da sie ähnliche Aufnahmewege im Darm nutzen. Und ich setze auf eine vegane Variante, weil mir Reinheit und Nachhaltigkeit am Herzen liegen.
Transparenzhinweis #Werbung: Ich nutze selbst ein Omega 3 Produkt auf Algenbasis von Liveplusprodukte und erhalte dafür eine kleine Provision. Meine Erfahrungen und Einschätzungen in diesem Artikel sind davon unabhängig. Du kannst jedes hochwertige Omega 3 Produkt verwenden, das die oben genannten Qualitätskriterien erfüllt.
Die richtige Kombination: Omega 3 mit Vitamin D und K2
Omega 3 Fettsäuren lassen sich gut mit anderen fettlöslichen Nährstoffen kombinieren. Die Kapseln enthalten Fett, und fettlösliche Vitamine wie Vitamin D, K2 und E nutzen ähnliche Aufnahmewege im Darm. Deshalb nehmen viele Menschen diese Nährstoffe gemeinsam zu einer Mahlzeit ein.
Bitte sprich vor der Einnahme mehrerer Nahrungsergänzungsmittel mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, besonders wenn du Medikamente einnimmst. Nicht alle Kombinationen sind für jede Person geeignet.
Wichtige Sicherheitshinweise: Wann du vorsichtig sein solltest
Omega 3 Fettsäuren gelten in der empfohlenen Dosierung (250 bis 1.000 mg EPA und DHA pro Tag) als sicher für gesunde Erwachsene. Es gibt aber Situationen, in denen besondere Vorsicht geboten ist:
Vor Operationen: Medizinische Leitlinien empfehlen, hochdosierte Omega 3 Präparate mindestens 2 bis 3 Wochen vor einem geplanten chirurgischen Eingriff abzusetzen. Informiere dein Ärzteteam immer über alle Nahrungsergänzungsmittel, die du einnimmst.
Herzrhythmusstörungen: Die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) hat 2023 auf ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern bei dauerhaft hochdosierter Einnahme (ab etwa 1,8 bis 4 g pro Tag) hingewiesen. Dieses Risiko betrifft besonders Menschen mit bestehenden Herz Kreislauf Erkrankungen. Bei einer moderaten Dosierung im Bereich von 250 bis 1.000 mg EPA und DHA ist dieses Risiko nach aktuellem Wissensstand nicht erhöht.
Schwangerschaft und Stillzeit: Omega 3, insbesondere DHA, kann in der Schwangerschaft und Stillzeit zur normalen Entwicklung von Gehirn und Augen des Kindes beitragen (EFSA Health Claim bei 250 mg EPA/DHA + 200 mg DHA). Besprich die genaue Dosierung und das Produkt mit deiner Frauenärztin.
Generell gilt: Nimm keine Nahrungsergänzungsmittel in hoher Dosierung ohne ärztliche Rücksprache ein. Mehr ist bei Omega 3 nicht automatisch besser.
Sofort ärztlich abklären lassen: Plötzlicher starker Kopfschmerz, Sehstörungen, Sprachstörungen, einseitige Schwäche, drückende Brustschmerzen mit Atemnot oder Bewusstseinsstörungen sind Notfallsymptome. Bitte wende dich in solchen Situationen sofort an den Notruf (112) oder die Notaufnahme.
Was sollte man nicht zusammen mit Omega 3 einnehmen?
Diese Frage stellen sich viele Frauen zu Recht. Grundsätzlich gibt es bei der Kombination mit anderen Nährstoffen wenige Einschränkungen. Vorsicht ist dagegen geboten bei:
Blutverdünnenden Medikamenten: Omega 3 kann in höheren Dosierungen die Blutgerinnung beeinflussen. Eine gleichzeitige Einnahme mit Gerinnungshemmern wie Marcumar, Aspirin oder DOAKs sollte immer ärztlich abgestimmt sein.
Blutdrucksenkenden Medikamenten: In höherer Dosierung kann Omega 3 den Blutdruck leicht beeinflussen. In Kombination mit blutdrucksenkenden Medikamenten solltest du das mit deiner Ärztin besprechen.
Bei Unsicherheit hilft ein kurzes Gespräch mit deiner Apothekerin oder deinem Arzt, um mögliche Wechselwirkungen zu prüfen. Mehr zum Thema Öle und Einnahme findest du auch in unserem Ratgeber zur Schwarzkümmelöl Einnahme.
Häufig gestellte Fragen zu Omega 3
Soll man Omega 3 morgens oder abends einnehmen?
Die Tageszeit ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht entscheidend. Wichtiger ist, dass du dein Omega 3 zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit einnimmst. Nahrungsfett aktiviert die Verdauungsenzyme, die für die Aufnahme der Fettsäuren im Darm nötig sind. Wähle einfach die Mahlzeit, bei der du am zuverlässigsten an die Einnahme denkst.
Wie lange dauert es, bis Omega 3 wirkt?
Die meisten Menschen berichten von ersten spürbaren Veränderungen nach etwa 4 bis 12 Wochen regelmäßiger Einnahme. Der Omega 3 Index im Blut braucht ungefähr 8 bis 12 Wochen, um sich messbar zu verändern. Der Grund: Omega 3 Fettsäuren werden nach und nach in die Zellmembranen eingebaut, und dieser Prozess braucht Zeit.
Was sollte man nicht zusammen mit Omega 3 einnehmen?
Besondere Vorsicht ist bei blutverdünnenden Medikamenten geboten, da Omega 3 die Blutgerinnung beeinflussen kann. Auch bei blutdrucksenkenden Medikamenten solltest du die Kombination ärztlich absprechen. Die Kombination mit fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin D, K2 oder E ist dagegen sinnvoll und kann die Aufnahme sogar verbessern.
Kann man Omega 3 auf nüchternen Magen nehmen?
Das ist nicht empfehlenswert. Omega 3 Fettsäuren sind stark fettlöslich und brauchen Nahrungsfett im Magen, damit Gallensäuren und Verdauungsenzyme ausgeschüttet werden. Ohne eine fetthaltige Begleitmahlzeit wird ein großer Teil des Öls unverdaut ausgeschieden und geht verloren.
Ist Algenöl besser als Fischöl?
Algenöl stammt direkt von Mikroalgen, den eigentlichen Produzenten von EPA und DHA. Es ist meistens frei von Schwermetallen und Schadstoffen, nachhaltig und in der EU als Novel Food zugelassen. Die Bioverfügbarkeit ist vergleichbar oder sogar höher als bei Fischöl. Algenöl eignet sich nicht nur für Veganerinnen.
Wie viel Omega 3 sollte man pro Tag nehmen?
Die EFSA empfiehlt eine Basisdosis von 250 mg EPA und DHA kombiniert für die Erhaltung der normalen Herz- und Gehirnfunktion. Für die allgemeine Gesundheitsvorsorge empfehlen Fachgesellschaften 250 bis 1.000 mg pro Tag. Die gesetzliche Obergrenze liegt bei 5 g pro Tag. Höhere Dosierungen sollten nur in ärztlicher Absprache erfolgen.
Woran erkenne ich ein hochwertiges Omega 3 Produkt?
Achte auf drei Dinge: Erstens einen niedrigen TOTOX Wert (unter 26, ideal unter 10), der die Frische des Öls anzeigt. Zweitens die chemische Form als natürliche Triglyceride (TG oder rTG) statt Ethylester. Drittens eine transparente Angabe der tatsächlichen EPA und DHA Menge pro Kapsel, nicht nur der Gesamtmenge Fischöl.
Muss man Omega 3 vor einer Operation absetzen?
Medizinische Leitlinien empfehlen, hochdosierte Omega 3 Präparate mindestens 2 bis 3 Wochen vor einem geplanten chirurgischen Eingriff abzusetzen. Der Grund ist die mögliche Beeinflussung der Blutgerinnung. Informiere dein Ärzteteam immer über alle Nahrungsergänzungsmittel, die du einnimmst.
Fazit: So holst du das Beste aus deiner Omega 3 Einnahme
Wenn du dich fragst, wann du Omega 3 einnehmen solltest, gilt eine einfache Regel: Omega 3 Fettsäuren können ein wertvoller Baustein für dein Wohlbefinden sein, wenn du bei der Einnahme ein paar einfache Dinge beachtest. Die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst:
Immer zu einer fetthaltigen Mahlzeit einnehmen, damit dein Körper die Fettsäuren überhaupt aufnehmen kann. Auf die tatsächliche Menge an EPA und DHA achten, nicht auf die Gesamtmenge Fischöl auf der Packung. Qualität vor Quantität, also TOTOX Wert prüfen, Triglycerid Form bevorzugen und transparente Hersteller wählen. Und vor allem Geduld haben, denn die Einlagerung in die Zellmembranen braucht Wochen, nicht Tage.
Wenn du unsicher bist, welches Produkt oder welche Dosierung für dich persönlich passt, ist ein Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt immer der beste erste Schritt.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und Orientierung. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die hier genannten EFSA Health Claims beziehen sich auf die Erhaltung normaler Körperfunktionen und stellen keine Heilversprechen dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.
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Wissenschaftliche Quellen und Referenzen
EFSA Health Claims Register – Zugelassene gesundheitsbezogene Aussagen zu EPA und DHA gemäß Verordnung (EG) Nr. 1924/2006
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Empfehlungen zu Omega 3 Fettsäuren
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Bewertung von Omega 3 Fettsäuren in Nahrungsergänzungsmitteln, Sicherheitshinweise und Höchstmengenempfehlungen
Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) – Sicherheitsbewertung 2023 zu Omega 3 und Vorhofflimmern (DHPC)
GOED (Global Organization for EPA and DHA Omega 3s) – Qualitätsstandards und TOTOX Grenzwerte für Omega 3 Öle
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